Hilfe bei Angstzuständen durch Mikronährstoffe

Angsterkrankungen zählen neben den depressiven Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Störungen

….plötzlich erhöhter Herzschlag, feuchte Hände, der Blutdruck steigt, veränderte Atmung tritt auf und es kommt zu einem unkontrollierten Zittern – die Muskeln beginnen sich zu verkrampfen und der ganze Körper steht unter Anspannung.

Manche müssen vermehrt um Luft ringen, einige verspüren das Gefühl einer drohenden Ohnmacht bzw. einen Schwankschwindel, der sich schwer beschreiben lässt. Nicht bei jedem treten alle beschriebenen Symptome auf einmal auf. Aber diese Symptome können  Anzeichen für psychische Erkrankungen bzw. Angststörungen sein. Viele fühlen sich nach einer solchen Diagnose alleingelassen. Viele kennen sie, die sogenannten Panikattacken, doch keiner will darüber sprechen, denn „mich trifft ja so etwas  nicht“.

Angst – ein völlig normales Gefühl eines Menschen, diese Angst schützt uns auch vor vielen Situationen. Es wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet, Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft wird erhöht.

Doch manchmal kann diese Angst zu einem Problem werden, und zwar dann wenn keine plötzliche Bedrohung vorliegt und sie den Alltag fast unerträglich macht. Es wird daher zwischen akuter Angst, die plötzlich oder innerhalb weniger Tage auftritt, Minuten bis Stunden andauert und sich mehrmals pro Monat wiederholen kann – und chronischer Angst, welche sich schleichend entwickelt, sehr viel mit Versagensangst oder Angst vor Ablehnung zu tun hat unterschieden.

Symptome solcher Ängste
Herzrasen und Druck auf der Brust, Nervosität, Schwankschwindel, Hitze und Kältegefühl, Muskelverspannungen, Panikgefühle, Ruhelosigkeit und Schlaflosigkeit, Atemschwierigkeiten.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass organisch alles abgeklärt ist, denn erst dann kann man richtig beginnen zu lernen seine Angst zu begreifen und sich Hilfe  holen. Oft helfen gute Gesprächstherapien, Selbsthilfegruppen bzw. einfache Atemübungen. Bücher zu lesen kann auch oft hilfreich sein, da Sie sich vielleicht in der einen oder anderen Situation wiedererkennen. Denn man ist nicht alleine mit diesem Problem, auch wenn sich viele dahinter verstecken, es nicht zugeben möchten – dies ist die erste Hürde. Diese Gefühl anzunehmen und richtig damit umzugehen ist wichtig.  Man sollte sich darauf einstellen, dass es oft lange dauern kann, bis man beschwerdefrei ist, aber das Problem anzunehmen, ist der erste Weg zur Besserung.

Angsterkrankungen zählen neben den depressiven Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Störungen, von denen mehr Menschen betroffen sind, als man glaubt.

Angst und Ernährung
Mittlerweile ist auch bekannt, dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Hirnfunktion ausübt und somit einen wichtigen Teil zu unserer psychischen Befindlichkeit beiträgt. Sowohl mentale als auch psychische Vorgänge sind mit der Aktivität der Nervenzellen verbunden. Für unser Denken, Handeln und Fühlen sind chem. Signalsubstanzen verantwortlich. Es sollen daher genügend passende Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren vorhanden sein damit die neurochemischen Reaktionen im Gehirn problemlos ablaufen können. Wichtig ist vor allem eine gute Ernährung, die den Hirnstoffwechsel stark beeinflussen kann. Neben einer gesunden Ernährung kann man aber auch gut begleitend eine Mironährstofftherapie durchführen, da auch mit der besten Ernährung manche Defizite nicht ausgeglichen  werden können. Mit Hilfe der Einnahme von Mikronährstoffen  kann sich durchaus wieder Wohlbefinden einstellen. Auch schon ein wenig psychischer Stress erhöht schon den Mehrbedarf an Vitaminen und Aminosäuren.

Mikronährstoffe bei Angstzuständen

Nun möchte ich Ihnen ein paar Mikronährstoffe vorstellen, die bei Patienten mit Angsterkrankungen einen positiven Einfluss auf ihr Gesamtverhalten erzeugen können und wieder zu einem entspannten Zustand führen.

Dazu zählen vor allem Aminosäuren, B-Vitamine, Radikalfänger wie Vit. C und E und Magnesium.

Glycin  eine Aminosäure, die eine entspannende, entkrampfende Wirkung auf die Muskulatur hat. Sie wirkt als Neurotransmitter (Botenstoff im ZNS) wo sie verantwortlich dafür ist, Muskelkontraktionen zu reduzieren.

Glycin ist in Hülsenfrüchten, Rindfleisch, Kürbiskernen usw.enthalten.

Taurin,  ein Aminosäurederivat, sorgt für einen regelmäßigen Herzschlag und hat eine stabilisierende Wirkung auf die Nervenzellmembran. Sie kann auch zu einer Verminderung eines stressbedingten Bluthochdrucks führen und wird auch gerne als unterstützende Therapie bei Herzrhythmusstörungen  verwendet.

Tryptophan, eine essentielle Aminosäure, ist Ausgangssubstanz für das Glückshormon Serotonin. Tryptophan ist in Sojasprossen, Nüssen, Haferflocken usw. enthalten.

Vitamin C und E  sind sehr wichtige Radikalfänger und gleichzeitig wirken sie auch antientzündlich. Bei  Angst und psychischem Stress  kommt es zu vermehrter Ausschüttung von Stresshormonen, daher ist der Bedarf an Antioxidantien wie C, E und Zink erhöht. Deren Mängel sind erkennbar durch geringe Stresstoleranz, Stimmungsschwankungen und depressiver Verstimmung. Vitamin E ist unter anderem auch ein wichtiger Nervenschutz.

Magnesium  – ohne Magnesium gibt es keine Energiesynthese. Magnesium reguliert den Energiestoffwechsel (Muskeln, Nerven)  setzt die Erregbarkeit dieser herab und hat eine entkrampfende Wirkung. Bei Stress und Angstzuständen liegt ein vermehrter Magnesiumbedarf vor. Regelmäßige Einnahme über mindestens 3 Monaten löst Verkrampfungen und Anspannungen.

Wichtig zu erwähnen sind noch Carnitin und Coenzym Q 10, die auch eine bedeutende zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielen. Vor allem bei Erschöpfungszuständen und vermehrter körperlicher Belastbarkeit wird dann vermehrt Energie freigesetzt.

Nicht wegzudenken sind die Omega 3 Fettsäuren, die in richtiger Kombination von EPA/DHA  die Nervenscheidewände überziehen und belastbarer machen.

B-Komplex  eine Kombination aller B Vitamine wird in der richtig angepassten Dosierung zur Unterstützung von Nervenerkrankungen, psychischen Erkrankungen und bei vermehrter Belastbarkeit eingesetzt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in dieses umfassende Thema geben. Falls Sie sich mehr dafür interessieren, scheuen Sie sich nicht, kommen Sie bei uns vorbei und lassen Sie sich von unseren ausgebildeten Mikronährstofftherapeuten  beraten. 

Bis dahin wünsche ich Ihnen von Herzen alles Liebe Ihre Mag. Doris Richter und das Team der Apotheke Aspang.